Am 24. Juni ging es für die Mannschaft der „Panta Rhei“ zur Kieler Woche. Der Melderekord in der J Klasse von 42 Schiffen überraschte nicht nur die Organisatoren sondern auch Segler aus dem In- und Ausland. Die Windvorhersage von 5-6 Bft ließ unsere Seglerherzen höher schlagen – waren dies doch die Bedingungen, bei denen wir zuletzt immer konstante Leistungen abrufen konnten. Motiviert den 3. Platz vom Vorjahr weiter zu verbessern begannen wir mit unserer Vorbereitung. Guter Dinge verließen wir am ersten Wettfahrttag den Hafen. Allerdings kamen wir mit der kurzen unangenehmen Welle nicht besonders gut klar und erlaubten uns zu viele taktische Schnitzer. Das Ergebnis waren zwei mittelmäßige Plätze. Am nächsten Tag wurden aufgrund der starken Bedingungen von mittlerweile strammen 6-7 Bft die Jollen nicht hinausgeschickt und unsere Bahn wurde vor Schilksee ausgelegt und nicht wie sonst vor Laboe. Leider erwischten wir in der ersten Tageswettfahrt die falsche Seite der Startkreuz – dennoch stimmte heute unser Bootsspeed und wir beendeten diese Wettfahrt als 7. Schiff. In der Pause frischte es noch einmal auf und der Start zur 4. Wettfahrt war dementsprechend hektisch. Wir entschieden uns komplett für die linke Seite – und kamen als erstes Schiff an der Luvtonne an. Das darauf folgende Spimanöver klappte bestens, bis es einen lauten Knall gab. Unser Baumniederholer hatte alle 6 Nieten aus dem Mast gerissen. Vor uns fuhr im Platu 25 Feld ein Schiff nach dem anderen einen Sonnenschuss – auch unser Boot war wild am Geigen und im vollen Gleiter, dennoch schafften es die Jungs den Baumniederholer wieder zu befestigen. Die Konkurrenz war mittlerweile etwas herangekommen, trotzdem gingen wir auch am Leefass als erstes Boot vorbei. Nach zwei weiteren Schenkeln konnte uns unser hartnäckiger Verfolger „Rotoman“ den Sieg in dieser Wettfahrt nicht mehr nehmen. Am nächsten Wettfahrttag beendeten wir die erste Wettfahrt als 4. Schiff. Unsere Stimmung stieg weiter – endlich lief alles wie geplant – bis… ja, bis der Großbaum in einer Halse brach. Wir konnten zwei Wettfahrten nicht mitsegeln und hatten nun zweimal „DNC“ auf der Liste stehen. Da es nur einen Streicher gab war ein „DNC“ fest in unserer Wertung. Alle Hoffnungen auf eine ähnliche Leistung wie im Vorjahr wurden in diesem Moment enttäuscht. Am letzten Tag ersegelten wir mit einem geliehenen Baum (Vielen Dank an Peter Langhans ;-)) noch die Plätze 7. und 8. Über alles schlossen wir die Kieler Woche als 11. Boot ab. Gewinner war dieses Jahr der MSCer Peer Kock und sein Team von der „Seglershop“ mit sage und schreibe vier gewonnenen Wettfahrten!